von Jay Wildt

Mit mehreren tausend Teilnehmern ist „Inktober“ (eine Wortschöpfung aus „Ink“ und „October“) eine inzwischen sehr bekannte Kunst-Challenge, welche immer mehr Auf­merksamkeit gewinnt. Aber was genau ist das Ganze? Ein Wettbewerb, um festzustellen, wer der beste Zeichner ist?

Es handelt sich bei Inktober um eine Challenge, die 2009 erstmals von Jake Parker, einem frei arbeitenden Künstler aus Amerika, ins Leben gerufen wurde. Dabei geht es darum, 31 Tage lang im Oktober jeden Tag eine Zeichnung mit einer Form von Tinte anzufertigen.

Jedes Jahr wird am 1. September eine offizielle Liste mit Begriffen für jeden Tag veröffentlicht, zu denen die Künstler dann ihre Bilder kreieren. Darunter sind z.B. Begriffe wie „Dragon“ oder „Dark“ und viele andere, die die Kreativität anregen sollen. Die Werke werden auf Social Media Plattformen gepostet, meistens z.B. auf Twitter oder Instagram.

Unter dem Hashtag „Inktober 2019“ kann man dieses Jahr auf Instagram über 5 Millionen Beiträge von Künstlern aus aller Welt finden. Das sind bereits doppelt so viele, wie es noch vor zwei Jahren waren.

Personen aus verschiedensten Altersgruppen nehmen jährlich an der Inktober Challenge teil. So auch die 15-jährige Franca, Schülerin aus Kiel.

„Ich fand es interessant, dass bei Inktober so viele Künstler auf der Welt mitmachen und denke auch auf der Liste stehen immer Wörter, in die man viele ver­schiedene Dinge rein interpretieren kann und zu denen jeder seine eigenen Ideen hat.“

Das erste Mal teilgenommen habe sie vor zwei Jahren, wobei sie sagte, dass ihr dieses Jahr bisher am meisten Spaß gemacht hat. Auf die Frage, ob sie Inktober weiterempfehlen würde, antwortete sie Folgendes:

„Ich würde es weiterempfehlen, allerdings kann es etwas stressig sein, wenn man nebenbei viel zu tun hat und keinen Tag verpassen will. Es ist aber interessant, seine eigenen Ideen und die von anderen Künstlern zu sehen, und es macht Spaß, sich jeden Tag etwas Neues auszudenken.“

Auf die Frage, was ihr persönlich am besten gefalle, erwiderte Franca:

„Am besten fand ich, dass ich mehr mit Materialien gearbeitet habe, die ich sonst nicht benutze und ich hatte das Gefühl, dass ich meine Zeichenfertigkeiten ver­bessert habe, weil ich jeden Tag ein fertiges Bild gezeichnet habe.“

Leute, die sich für Kunst interessieren und sich ausprobieren wollen, können an Inktober teilnehmen. Dabei ist es egal, ob man noch Anfänger oder schon etwas erfahrener ist.

Wer teilnimmt, sammelt automatisch Erfahrungen.

Außerdem gibt es in der Challenge wenige Grenzen. So steht einem zum Beispiel frei, welche Materialien man benutzt, die einzige Vorgabe ist, dass man Tinte in seinem Bild verwenden sollte.

Allerdings steht auf der offiziellen Internetseite auch, dass man seine Zeichnungen auch digital anfertigen kann, je nachdem in welchem Bereich man besser werden möchte.

Mit den Begriffen darf man ebenfalls kreativ um­gehen, denn die Liste dient nur als Anregung der Kreativität. Es ist auch erlaubt, keine Begriffe zu benutzen, oder sich eine andere Liste aus dem Internet zu suchen. Diese werden nämlich auch teilweise von Inktober-Fans erstellt.

Wer nicht täglich zeichnen möchte, kann auch nur jeden zweiten Tag teilnehmen oder einmal pro Woche. Die Hauptsache ist, dass man in einem Rhythmus bleibt, so steht es auf der Inktober-Website.

Ursprünglich hatte Jake Parker die Challenge für sich selbst ins Leben gerufen, um seine Fähigkeiten zu ver­bessern und sich dazu zu bringen, täglich zu zeichnen. Genau dafür ist Inktober immer noch da:

Das Ganze ist also kein Wettbewerb, sondern viel mehr eine Challenge für jeden selbst, eine Challenge, die Spaß bereiten soll.

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