Vom 25. August 2019 bis 26. September 2019 war in der St. Nikolai Kirche in Kiel die Wanderausstellung „Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte“ zu Gast. Das Besondere: Nicht Erwachsene führten durch diese Austellung, sondern Schülerinnen und Schüler, die vorab in einem Workshop vorbereitet wurden.
Wir haben mit unserer Klasse diese Ausstellung besucht und uns entschieden, die beiden Zehntklässlerinnen Josie und Angelina, die uns durch die Ausstellung geführt haben, zu interviewen.

Wie seid ihr darauf gekommen Gruppen durch die Ausstellung zu führen?

Josie: „Frau Manthei hat uns einen Zettel mit Informationen zu diesem Projekt gegeben. Dort stand, dass man das freiwillig machen konnte, und generell, dass es um das Thema ‚Anne Frank‘ geht.“
Angelina: „Ich fand das Thema sowieso schon interessant und da Josie schon gesagt hat, dass sie es machen wollte, dachte ich, dass es zu zweit Spaß bringen würde.“

Ihr seid in einem zweitägigen Workshop vorbereitet worden. War das ein Workshop, an dem auch Schülerinnen und Schüler von anderen Schulen beteiligt waren?

Angelina: „Ja, da waren noch sehr viele verschiedene Schulen dabei und wir haben sozusagen zwei Gruppen gebildet, in denen jeweils ein Begleiter dabei war. Die brachten uns das Thema näher und auch wie man die Leute durch die Ausstellung führt.
Wir haben viel zusammengearbeitet und uns gegenseitig die Ausstellung präsentiert.“

Habt ihr selbst an der Ausstellung mitgebastelt?

Josie: „Nein, es war eine fertige Wanderausstellung, die schon in verschiedenen Städten anzuschauen war.“
Angelina: „Man muss auch dazu sagen, dass die Ausstellung schon ca. acht Jahre alt ist. Aber sie ist trotzdem noch sehr aktuell.“

Seid ihr vor den Führungen aufgeregt gewesen?

Josie: „Ja, am Anfang war ich sehr aufgeregt, vor allem  vor der ersten Führung, weil man das alles ja noch nicht so kannte. Aber mit der Zeit wurde es immer besser.“
Angelina: „Bei mir war es fast genauso, am Anfang habe ich sogar gestottert, aber dann wurde es besser, weil man wusste, dass man vor Jugendlichen spricht.“

Was ist das Lustigste/Peinlichste was euch passiert ist?

*Gelächter
Josie: „Wir hatten uns für eine Führung eingetragen und haben Jugendliche erwartet. Wir haben alles vorbereitet und dabei über das Alter der Gruppe spekuliert. Doch dann kamen ältere Frauen rein und wir haben uns gefragt, ob das jetzt unsere Gruppe ist. Es stellte sich heraus, dass es wirklich unsere Gruppe war. Aber es war trotzdem schön, weil sie ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen konnten.“

Wie viele Führungen habt ihr denn ungefähr gemacht?

Beide: „Wir haben so fünf oder sechs gemacht.“

Wie findet ihr Annes Geschichte?

Josie: „Ich persönlich finde die Geschichte tragisch, weil so ein junges Mädchen so etwas Schlimmes erleben musste. Das wünscht man keinem.“
Angelina: „Ich finde, Anne war eine sehr willensstarke Person, und ich bin beeindruckt von ihr. Dass sie, trotz ihrer schlimmen Lage, ein Tagebuch für die Nachwelt geführt hat, finde ich sehr faszinierend. Es macht mir Mut zu sehen, wie sich Menschen in solchen Momenten aufrappeln.“

Habt ihr solche Führungen schon mal gemacht?

Beide: „Nein, noch nicht so etwas in der Art.“

Würdet ihr sowas nochmal machen?

Josie: „Ja, ich auf jeden Fall.“
Angelina: „Ich auch. Nächstes Jahr im Sommer können wir ein eigenes Projekt zu Anne Frank designen und es ausstellen. Es hat nicht so viel mit präsentieren zu tun. Aber wir entwerfen es selbst.“
Josie: „Dafür hab ich mich auch angemeldet.“

Das war ein Interview von Helen und Meike aus der 8b.

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